Das Podium zum Greifen nah
23. Juli 2026

Starke Leistung bei der Westdeutschen Meisterschaft wird nicht belohnt

Vom 17. bis zum 19. Juli fanden auf dem Essener Baldeneysee die Westdeutschen Meisterschaften im Kanurennsport statt. Für die Athletinnen und Athleten des MKV hielt das Wochenende viele starke Auftritte, aber auch einiges an Pech bereit.


Starker Auftakt der MKV-Jugend


Der Freitagmorgen begann für die weibliche Jugend mit einem vielversprechenden Start: Über die 1000 Meter im Einer-Kajak qualifizierten sich alle MKV-Fahrerinnen souverän für die Zwischenläufe. Dort lösten Pauline Jesse und Leia Krieger ihre Tickets für den A-Endlauf, während Ina Hüls den B-Endlauf erreichte. Auch bei den Schülern und Schülerinnen A lief es über die 500 Meter im K1 gut an. Carlo Kreimer und Tomma Berendts zogen in die Zwischenläufe ein, auch wenn es am Ende nicht ganz für eine Finalteilnahme reichte.


Am Nachmittag setzten sich die starken Leistungen der Jugend in den 500-Meter-Vorläufen fort. Erneut erreichten alle die Zwischenläufe, und erneute sicherten sich Pauline und Leia souverän ihre Plätze im A-Finale.


Krimis um die Bronzemedaillen


Auch am Samstag stellten die MKV-Sportlerinnen ihre Vielseitigkeit unter Beweis. Über die 200 Meter fuhren sie dieselben starken Ergebnisse ein wie am Vortag auf den 1000 Metern und unterstrichen damit ihre Konkurrenzfähigkeit auf allen Distanzen. Im ersten Endlauf der Regatta, dem K1 der weiblichen Jugend über 500 Meter, fuhr Leia einen sechsten Platz ein, während Pauline als Neunte die Ziellinie überquerte.


Das spannendste Rennen des Tages lieferten die beiden im K2 über 500 Meter. Nach einem schnellen Start setzte sich das Mülheimer Duo lange Zeit auf dem dritten Platz fest, dicht hinter dem Boot des KSC Lünen. Ab der 250-Meter-Marke machte sich der hohe Energieaufwand des Starts jedoch bemerkbar. Der Kontakt nach vorn riss ab, und der Fokus wurde auf der Absicherung der Bronzemedaille gelegt. Das Boot aus Hamm startete jedoch einen starken Endspurt, schob sich auf den letzten 30 Metern an den Mülheimerinnen vorbei und verwies Leia und Pauline mit dem hauchdünnen Rückstand von nur 0,27 Sekunden auf den undankbaren vierten Platz.


Der Sonntag brachte direkt die nächsten Endläufe. Im B-Finale über 200 Meter erkämpfte sich Ina den achten Rang, während Leia im A-Endlauf als Vierte erneut nur denkbar knapp am Podest vorbeischrammte. Pauline beendete diesen Sprint auf dem ebenfalls starken achten Platz.


Besonders bitter verlief im Anschluss das K2-Rennen über 200 Meter für Pauline und Leia. Ihr Zweier lag klar auf Medaillenkurs und zeigte einen herausragenden Wettkampf. Doch das Glück war an diesem Wochenende nicht auf ihrer Seite: Kurz vor der Ziellinie kenterte das Boot, sodass die beiden ihren Traum vom Podium abermals auf dramatische Weise begraben mussten.


Auch in den weiteren Finals gab der MKV-Nachwuchs alles. Im Endlauf B der Altersklasse 14 über 1000 Meter schien der dritte Platz für Carlo bereits greifbar, bevor er sich im Schlusssprint geschlagen geben musste und Fünfter wurde. In der AK13 fuhren Erik auf Rang fünf des B-Endlaufs und Tomma, ebenfalls im B-Endlauf, auf Rang sechs. Im A-Endlauf der weiblichen Jugend über 1000 Meter belegten Leia und Pauline herausragend die Plätze sechs und sieben. Ina beendete ihr B-Finale auf dem letzten Rang, ebenso wie Paul und Carlo ihren Endlauf im K2 der männlichen Jugend.


Ereignisreiche Langstreckenrennen


Auf den abschließenden Langstrecken über 2000 Meter zeigten die Schüler noch einmal Ausdauer: Carlo wurde Achter, während Erik und Tomma jeweils als Elfte ins Ziel kamen.


Für die Jugend ging es auf die 5000-Meter-Strecke. Dort zeigte Paul großen Kampfgeist. Nach einer fehlerhaften Wende und einer dadurch bedingten Extrarunde fuhr er die Lücke zur Konkurrenz stark wieder zu, kenterte dann jedoch und konnte das Rennen leider nicht beenden. Ein ähnliches Schicksal ereilte den K2 von Pauline und Leia, die sich bis zur ersten Wende in einer sehr aussichtsreichen Position im Kampf um Platz drei befanden, bevor sie ebenfalls durch eine Kenterung ausschieden. Ina hingegen kämpfte sich tapfer über die gesamten 5000 Meter, hielt lange den Anschluss an das Feld und brachte ihr Rennen erfolgreich zu Ende.


Nachwuchs zeigt steigende Form


Für die Schüler und Schülerinnen A fand an dem Wochenende auch der zweite Teil des Kanu-Mehrkampf (KMK) statt. Durch seine gute Leistung auf den 1000 Metern und einem siebten Platz im 100-Meter-Einzelzeitfahren konnte sich Erik, der nach der Athletik in Hamm noch auf Platz 13 lag, auf den elften Rang vorschieben. Carlo kletterte ebenfalls die Rangliste von Platz 18 auf Platz 15 nach oben. Tomma konnte sich leider nicht mehr verbessern und blieb auf dem 19. Platz.


In den Gesamtwertungen der Schülerspiele belegte Jakob mit einer konstanten Leistung über alle Disziplinen Platz sieben und Josha landete auf Platz 18.


Mit positivem Fazit zur DM


Auch wenn diese Westdeutsche Meisterschaft für den MKV von einigen bedauerlichen Momenten und verpassten Chancen geprägt war, ziehen Trainer und Mannschaft ein äußerst positives Fazit. Nahezu alle Saisonziele wurden erreicht und durch ihre starke Form konnten die Athletinnen häufig ums Podium mitfahren.

Ein besonderer Erfolg: Für Pauline und Leia bedeutet diese Leistung die souveräne Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften über alle Distanzen. Zudem haben sie sich durch ihre starken Auftritte für den NRW-Kader empfohlen und werden bei der DM die Mannschaftsboote für den KV-NRW fahren.

28. September 2026
Am Sonntag, den 20.09., stand bei uns im Verein ein besonderes Highlight auf dem Programm: unser vereinsinterner Wettkampf, der MKV-Herbstcup. Die Freude über die Veranstaltung war in diesem Jahr besonders groß, denn abgesehen von einer kurzen Ausnahme im Rahmen unserer 100-Jahr-Feier hat der Herbstcup sieben Jahre lang nicht stattgefunden. Umso schöner war es, diese Tradition nun endlich wieder aufleben zu lassen. Auf dem Wasser wurde den Teilnehmern und Zuschauern ein abwechslungsreiches Programm geboten. Bei den Rennen war für jeden etwas dabei: Neben den klassischen K1-Rennen und den K1-Staffeln ging es auch in den Zweiern sportlich zur Sache. Hier reichte das Feld von der Herren-Leistungsklasse über Geschwister-Duelle bis hin zu den beliebten Eltern-Kind-Rennen. Die gemischten K4-Rennen brachten unterschiedlichste Beteiligte gemeinsam in die Boote, und auch Wanderboote sowie SUPs trugen ihre Rennen aus. Ein besonderer Moment war zudem das Drachenboot-Rennen, bei dem Mitglieder aus allen Sparten unseres Vereins gemeinsam in drei Booten saßen und gepaddelt sind. Begleitet wurde das sportliche Geschehen von einer durchgehenden Moderation, die zusätzlich für gute Stimmung sorgte. Natürlich kam auch der gesellige Teil nicht zu kurz: Bei kalten Getränken und frischem Grillgut konnten sich alle stärken, das Geschehen auf dem Wasser beobachten und die Gemeinschaft am Verein genießen. Es war ein rundum schönes Erlebnis, das allen sichtlich Spaß gemacht hat. Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle an alle Helferinnen und Helfer, die bei der Organisation und Austragung tatkräftig unterstützt haben, sowie an alle Anwesenden für die großartige Atmosphäre. Wir freuen uns schon auf die nächste Auflage.
21. September 2026
Dieses Jahr führte die jährliche Kanureise eine Gruppe unserer Wanderfahrer nach Dänemark auf die Insel Møn. Leider war es an den meisten Tagen sehr stürmisch, wodurch viele Touren auf dem Wasser durch welche auf dem Land, per Fahrrad oder zu Fuß, ersetzt wurden. Die einzige Fahrt auf die offene Ostsee führte die Gruppe zu den 134 Meter hohen Kreideklippen, die majestätisch an der Ostspitze der Insel aus dem Meer hinausragen. Aufgrund des hohen Wellengangs wurde diese Tour aber auch verkürzt. Die anschließenden Kanutouren beschränkten sich dann auf die nordwestliche Seite, wo in der Meerenge zwischen Møn und der Insel Seeland, auf der auch Kopenhagen liegt, ruhigeres Wasser vorzufinden war. Trotz der widrigen Bedingungen hatten alle Beteiligten eine schöne Zeit und die zwei Wochen vergingen wie im Flug.
14. September 2026
In der ersten September-Woche vom 01.09. bis zum 06.09. fand das Highlight der nationalen Kanurennsportsaison statt: die Deutsche Meisterschaft in Brandenburg an der Havel. Über 800 Sportlerinnen und Sportler aus 97 Vereinen kämpften auf dem Beetzsee um die Meistertitel der verschiedenen Klassen. Auch der MKV war mit zwei Jugendfahrerinnen vertreten. Pauline Jesse und Leia Krieger hatten sich auf der Westdeutschen Meisterschaft im Juli nicht nur für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft über alle Distanzen qualifiziert, sondern wurden durch ihre guten Leistungen auch in den Kader des Kanuverbandes NRW aufgenommen. Dadurch verbrachten sie einen wesentlichen Teil der Vorbereitung auf die Regatta im Trainingslager des KV NRW, wo sie verschiedenen Mannschaftsboot-Konstellationen testeten, um neben ihren Einer-Einsätzen in den Zweiern und dem Vierer für den Verband zu starten. Leider kam es kurz vor dem Wettkampf zu einem krankheitsbedingten Ausfall einer weiteren Kadersportlerin, was eine Umplanung der Mannschaftsboote notwendig machte. Als Konsequenz mussten sowohl Leia im Vierer und Zweier als auch Pauline im Vierer bedauerlicherweise aus den geplanten Starts gestrichen werden. Dieser Dämpfer war sportlich sicher schmerzhaft, doch die beiden ließen sich davon nicht entmutigen. Im Wettkampf selbst zeigten Pauline und Leia starke Leistungen. Im K2 über 200 Meter erreichten die beiden gemeinsam den Zwischenlauf, was Pauline im K2 über 500 Meter zusammen mit Tilda Kraft (KGE) ebenfalls gelang. Somit konnten sie dort wertvolle Erfahrungen auf nationaler Ebene sammeln. Für eine Weiterqualifikation in den Endlauf reichte der jeweils siebte Platz leider nicht, dennoch war die gezeigte Form auf dem richtigen Weg. In den Einern über alle Distanzen war für die Beiden in den Vorläufen Schluss. Insgesamt blicken wir auf eine sehr erfolgreiche Saison zurück. Unser Team hat nicht nur sicher die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften geschafft, sondern auch die begehrte Qualifikation für den NRW-Kader gesichert. Diese Erfahrungen nehmen wir dankbar mit und freuen uns darauf, uns in der kommenden Saison weiterzuentwickeln und neue Ziele zu erreichen.
6. August 2026
Wenn sich die Mitglieder von Mülheims bestem Drachenboot-Team zu einem gemeinsamen Foto aufstellen, ist eines immer gleich: im Hintergrund weht die große rote Fahne mit der Aufschrift „Roter Drache“. Am Wochenende hat das gleichnamige Team des Mülheimer Kanusportvereins seine Fahne bei der Deutschen Meisterschaft in München wieder einmal mehr als nur hochgehalten. Dreimal Deutscher Meister, dreimal „Vize“ und einmal Dritter - das war die Bilanz des „Roten Drachen“ auf der mittlerweile in die Jahre gekommenen Olympia-Regattastrecke von 1972 in Oberschleißheim. Die Erwartungen seien damit deutlich übertroffen worden. „Wir sind so stolz“, heißt es auf der Instagram-Seite des Teams. Acht von zwölf Medaillenchancen wurden verwandelt. Damit haben sich die Mixed- und Frauenboote für die Klub-EM in Barcelona qualifiziert, auch die Herren dürfen noch hoffen. Den ganzen Artikel von Marcel Dronia gibt es hier .
3. August 2026
Der Rote Drache bestreitet 24-Stunden-Rennen Rad am Ring
9. Juli 2026
Unser Team präsentierte sich am vergangenen Wochenende in guter Form und überzeugte mit mehreren Endlaufteilnahmen sowie Podestplätzen. Ein Highlight des Wochenendes lieferten Leia und Pauline im Zweier über 500 Meter: Sie zogen souverän ins Finale ein und sicherten sich dort den zweiten Platz. Leia stellte auch im Einer ihre Form unter Beweis. Über 500 Meter verpasste sie das Podest in einem sehr engen Zieleinlauf nur knapp und wurde Vierte. Auf der 250-Meter-Sprintdistanz erreichte sie ebenfalls den Endlauf und schloss diesen auf Rang fünf ab. Carlo und Paul hielten im K2 über 250 Meter gegen die teils körperlich überlegene Konkurrenz gut dagegen. Die beiden konnten darüber hinaus auch in ihren Einer-Rennen überzeugen. In den vereinsübergreifenden Mannschaftsbooten gab es weitere Erfolge zu verzeichnen: Über 250 Meter fuhr der K4 Ina, Pauline, Leia und Mirja Austermann (KR Hamm) auf den zweiten Platz, während der 500-Meter-K4 mit Unterstützung von Frieda Bosse und Mia Hentschel (BW Reidt) Dritter wurde. Ina erreichte im K2 zusammen mit Johanna Mehlis vom TC Sterkrade ebenfalls einen guten dritten Rang im Vorlauf. Tomma zog in einem gemischten Vierer, gemeinsam mit Katja und Emilia Mae (KGE) sowie Emillie (DJK), nach einer konzentrierten Leistung sicher in den Endlauf ein. Auch der Nachwuchs war vertreten: Josha belegte bei den Schülerspielen einen soliden 13. Platz in seiner Altersklasse, wobei sich seine gute Paddelform durch einen dritten Platz im 500-Meter-Rennen zeigte. Eine besondere Erwähnung verdient zudem Noah, der in Herdecke sein allererstes Rennen überhaupt bestritt und die 500 Meter solide ins Ziel brachte. Insgesamt war es ein gelungenes Wochenende, das uns gut auf die kommenden Westdeutschen Meisterschaften vorbereitet hat.